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Bio mit / ohne Knospe
Bio mit Knospe:
Argumente für die Knospe
Knospenbetriebe müssen auf dem ganzen Betrieb, inkl. Feld und Stall die Knospenbedingungen einhalten; das schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
Die Kühe erhalten höchstens 10 % Kraftfutter, also Getreide.
90 % müssen aus Rauhfutter, also aus Gras, Heu, Silage, etc. kommen
Im Stall sind elektrische Kuhtrainer verboten.
Kuhtrainer geben den Tieren einen Elektroschlag, wenn sie zum Koten den Rücken biegen, ohne vorher nach hinten zu stehen.
In der Tierzucht dürfen keine Stiere eingesetzt werden, welche mit Embryotransfer als Zeugungsmethode angewendet wurde. Embryotransfer ist nur möglich, wenn die Spendertiere zusätzlich hormonell behandelt werden.
Knospenbetriebe müssen zudem bei den Angestellten auch sozialen Ansprüchen genügen
Coop verkauft nur Bioprodukte mit der Knospe.
Die Migros verwendet nicht die Knospe, sie stellt aber an ihre Bioprodukte die gleichen Anforderungen, wie die Knospe.
Wenn Teilbereiche des Betriebes konventionell geführt werden dürfen, sinkt Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Zudem wird die Kontrolle erschwert.
Kühe dürfen bis 40 % ihres Bedarfes mit Kraftfutter abdecken.
Das ermöglicht Tiere zu züchten mit noch höherer Milchleistung.
Getreide ist für Kühe aber kein natürliches Grund-Futter.
Der Kuhtrainer im Stall kann bei den Tieren Stress bewirken.
Zudem ist ihr natürliches Verhalten zusätzlich eingeschränkt.
Embryotransfer ist nicht Genmanipulation. Mit der zusätzlichen Hormonbehandlung geht man aber einen deutlichen Schritt weiter, als bei der allgemein üblichen künstlichen Besamung. Mit der Zulassung von Stieren aus Embryotransfer wird diese Zuchtmethode indirekt unterstützt.
Knospenbetriebe sind enttäuscht, dass die Ladenkette Spar Bioprodukte in ihre Regale stellt, welche nur dem Bundes Bio Standart entsprechen.
Trotzdem: Bundesbio ist den Knospenbetrieben natürlich immer noch wesentlich näher, als IP Betriebe
Bei IP Betrieben können Unkrautvertilger, Pflanzenschutzmittel, Künstdünger und Embryotransfer mit relativ geringen Einschränkungen angewendet werden.
Auch die Wartefristen nach Antibiotikaeinsatz sind bei IP nur halb so lang.
(IP = integrierte Produktion; entspricht weder Bundesbio noch Bio mit Knospe)
Aktualisiert (Mittwoch, den 03. Juni 2009 um 13:16 Uhr)


